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lieber prinz,

 

ich spüre die gummibärchen in meinem bauch als lägen tausend spitze steine darin, die sich ganz langsam durch mein innerstes, meine seele bohren. ich sehe zu dir herüber, während ich schreibe und an meinem glas rotwein nippe. eigentlich wollte ich nicht mehr trinken, aber die situation verlangt es von mir. sie schreit ich soll all die unausgesprochenen unverzeihlichen endlos traurigen worte einfach ertränken, die sorgen über uns wegspülen, so als wäre nie etwas passiert. eigentlich ist auch gar nichts passiert. ich beobachte dich, versuche über meinen bildschirm hinweg ein klein wenig deiner welt zu sehen, und sehe doch ... nichts. ich habe angst dass du von dieser anderen frau so sehr gefangen bist, dass du eines guten tages beschließt zu gehen. das sind keine absurden gedanken, denn wer denkt nicht manchmal daran, weg zu gehen, sich eine neue leidenschaft zu suchen, die einen im herzen berührt und das feuer der bedingungslosen hingebung wieder entfacht?

als ich alleine durch die straßen unseres neuen zu hauses gehe, um mich herum tausend menschen, die mich achtlos anrempeln, mich bedrängen, mich gar nicht wahrnehmen, sehe ich ein augenpaar, so leuchtend blau und hell wie die der himmel über unserem dachfenster, das mich nicht einfach übergeht, er öffnet die lippen und sieht zu mir herüber als wäre ich eine attraktion, oder einfach nur eine schöne frau. ich kann nicht aufhören ihn anzustarren, weil er wirklich sexy ist und er mir das gefühl gibt, ich wäre es auch. dann wende ich den blick ab und der magische moment ist vorbei. ich beginne wieder zu atmen, leise und erleichtert zugleich. er geht an mir vorbei, sein jackenärmel streift zufällig, kaum merkbar mein bein, ich werde von mehreren wellen gänsehaut heimgesucht, meine wangen nehmen eine verlegene röte an, als ich die augen schließe um seinen wahnsinnig männlichen duft in mich einzusaugen und irgendwo im hintersten winkel meines kopfes abzuspeichern. ich drehe mich nach hinten um, damit ich ein letztes mal sehen kann, was ich nie wieder sehen werde. keinen moment später blickt auch er über seine schulter, lächelt mir zu, und ich beiße mir auf die lippen, damit niemand sehen kann, wie sehr mich dieser unscheinbare augenblick anmacht. 

und dann ist er weg. verschlungen von tausend anderen menschen, die sich genauso viel liebe wünschen, genauso viel sehnsucht nach aufmerksamkeit, hingabe und bedeutung suchen. im grunde sind wir alle gleich. darauf konzipiert bloß keine gefühle zu zu lassen, wir ersticken sie und husten in taschentücher. diese schnöde welt hat längst alles liebenswerte verloren, denke ich.

und doch flackert da noch ein rest des feuers für dich in mir, wenn ich dich so sehe, wie du ahnungslos und wunderschön in unserem wohnzimmer vor deinem laptop sitzt, mit dem handy in der hand, damit du ja nie etwas wichtiges verpasst.

du musst nur aufpassen, dass du mich nicht verpasst, mein wunderbarer, schöner prinz. denn ich bin hier neben dir. so nah, dass ich nur meine hand nach dir austrecken müsste um dich zu berühren. niemand sonst, nur ich.

 

6.3.14 23:53
 


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